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Karl der Große, 2014

Installation mit 500 Figuren zum Aachener Karlsjahr auf dem Katschhof in Aachen

Karl wohin man schaut. Erst recht im Karlsjahr 2014 – dem Jahr, in dem sein 1200. Todestag vielfältig Anlass für Veranstaltungen, Ausstellungen und inhaltliche Beschäftigung mit ihm bieten wird.  Muss jetzt auch noch ein Kunstprofessor aus Nürnberg herkommen und unseren Karl nicht nur vervielfachen, sondern auch noch zum einen Meter “großen” Zwerg schrumpfen? Wo bleibt denn da die Hochachtung vor der historischen Figur? Ist das nicht am Ende sogar ein wenig respektlos? Ja, eben! Karl der Große muss im Karlsjahr nicht nur wissenschaftlich dargestellt, sondern auch symbolisch vom Sockel genommen werden. Das schafft künstlerische Auseinandersetzung, denn Kunst stellt Wahrnehmungen und Sichtweisen in Frage. Deshalb reicht ein Karl nicht. Jeder von uns hat ein anderes Bild im Kopf, wenn er an Karl denkt, “seinen” Karl eben: den Vater Europas, den Frauenheld, den Ururururur-Ahn, den Sachsenschlächter, das Postkartenmotiv, den Missionar, den Visionär, den Kulturförderer und viele mehr. (Stadt Aachen)

Fotos: Werner Scheuermann

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