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Ich muss als Künstler eine Idee entwickeln, die weiter geht als nur ein Förmchen irgendwo hinzusetzen. Die Idee muss versuchen, das zeitgenössische Denken auf den Punkt zu bringen, von dem aus dann die Menschen ihre ganz persönliche Struktur entwickeln können.

Ich will als Künstler nicht eine bestimmte Form als gut vorstellen, sondern durch die Arbeit Impulse setzen.

Im Idealfall könnten sich daraus bei den Menschen veränderte Denk-, Seh-und Verhaltensweisen entwickeln. Das wäre dann vielleicht die Kunst.

Ottmar Hörl 1992

Hörl macht Kunst – aber seine Kunst soll nicht ein- oder ausgegrenzt sein, sondern eher als Begleiter des Alltags wahrgenommen werden.

Roland Scotti, Kurator Stiftung Liner Appenzell

Die Idee des Originals wird im Allgemeinen überbewertet. Das Original ist eine Chimäre. Eine künstlerische Leistung liegt im Ausdruck der Wirkung, die sie auf eine Gesellschaft hat. Diese Wirkung ist nicht verhandelbar. Es gibt Bilder, die die Welt verändern wie z.B Picassos Guernica und andere die als Wohnzimmerdekoration dienen. Dass ein Bild ein Original ist sagt noch gar nichts aus.

Ein Original zu machen ist das Einfachste auf der Welt.

Viel schwieriger ist es, beispielsweise die Komplexität eines Malvorganges zu wiederholen, also ein identisches Bild zu erstellen.

Ottmar Hörl, 2014

Ich verstehe Kultur nicht als hierarchische Konzeption.

Ottmar Hörl

Mit der Vervielfältigung nimmt er der Kunst das elitäre Element. Er will keine Denkmäler schaffen, sondern nachhaltige kommunikative Anlässe.

Seine Kunst ist von unmittelbarer Präsenz, wird zum Ereignis und Erlebnis, das Menschen aus aller Welt inspiriert und verbindet.

Dr. Carsten D. Siebert, Kurator, 2014

Gerade der Respekt vor der Integrität der Dinge und Lebewesen, der seine persönliche wie künstlerische Haltung kennzeichnet, ist die Ursache dafür, dass Ottmar Hörl keinen Stil im engeren Sinne entwickelt hat,

ja sich beharrlich weigert, sich einem Stil zu verpflichten und so in seinen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten zu beschränken.

Thomas Knubben, 1996

Das ist, was mich als Künstler interessiert, dass meine Formulierungen für mich selbst die nächste Frage aufwerfen. Diese Frage wird möglich, da ich keine endgültigen Lösungen anbiete, weil es die nicht gibt.

Ottmar Hörl, 2010

Vita

Ottmar Hörl lebt in Frankfurt/Main, Nürnberg und Wertheim.

2015 CREO-Innovationspreis für Kreativität, Frankfurt a.M. / Mainz, Deutsche Gesellschaft für Kreativität
seit 2005         

Präsident der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg

2002

Intermedium-Preis, mit Rainer Römer und Dietmar Wiesner

seit 1999

Professur für Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg 

1998

Wilhelm-Loth-Preis, Darmstadt

1997

art multiple-Preis, Internationaler Kunstmarkt in Düsseldorf

1994

Förderpreis für Baukunst, Akademie der Künste Berlin (mit Formalhaut)

1992-93

Gastprofessur an der TU Graz (mit Formalhaut)

1985

Gründung der Gruppe Formalhaut, mit den Architekten Gabriela Seifert und Götz Stöckmann

1978-81

Stipendium der Deutschen Studienstiftung

1979-81

Hochschule für Bildende Künste, Düsseldorf bei Prof. Klaus Rinke

1975-79

Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt/Main
1950 geboren in Nauheim
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