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Hessischer Löwe, 2007

Installation mit 3000 Hessischen Löwen auf dem Kranzplatz vor der Hessischen Staatskanzlei Wiesbaden

3000 hessische Wappentiere aus Kunststoff verwandeln den Kranzplatz vor der Hessischen Staatskanzlei in einen „Löwenpark“. Für den aus Nauheim bei Groß-Gerau stammenden Künstler Prof. Ottmar Hörl ist es somit fast ein Heimspiel. Der „Tag der offenen Tür“ in der Staatskanzlei am Samstag, 1. September, liefert dabei nur den Anlass; mit dem Gedanken, seiner hessischen Identität künstlerisch Ausdruck zu geben, trage er sich schon seit Langem, sagte Prof. Ottmar Hörl bei der Vorstellung des Kunstprojekts gestern: „Es ist mir wirklich ein Bedürfnis, das zu machen. Ich bin gerne Hesse“. 

Auch dem von ihm festgestellten Mangel an regionaler Identität seiner Mit-Hessen will er mit der Kunstaktion auf die Sprünge helfen. Mittel zum Zweck ist das hessische Wappentier, der Löwe. Mehrtausendfach in den Farben rot, weiß, blau und gold reproduziert und auf quadratisch verlegte Holzlatten geschraubt, „symbolisiert es es das Land Hessen und fordert die Bürger gleichzeitig zur Partizipation auf“. Gleichzeitig soll die Großinstallation aber auch während der zehn Tage Menschen zum Diskurs über Kunst anregen: „Die Künstler müssen auf die Gesellschaft zugehen“, sagte Prof. Ottmar Hörl. Dazu müsse man die Kunst aus den Museen in den öffentlichen Raum holen. Die Vorlage für die knapp 40 Zentimeter großen Plastiklöwen hat Hörl selbst aus dem zweidimensionalen Vorlage des hessischen Wappentiers entwickelt. Wie bei vergleichbaren Projekten in der Vergangenheit werden auch die 3000 hessischen Löwen am Schluss der Kunstaktion verkauft, der Erlös kommt zwei Behinderten-Einrichtungen zugute. Künstler und Staatskanzlei sehen gerade darin einen wichtigen Baustein, eigene Ziele zu realisieren: Zum einen erlaube es der geringe Preis jedem, an Kunst teilzuhaben. Zudem würden die Löwen hessenweit Verbreitung finden und somit die Identitätsbildung stärken. 

 

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